Interessante Beiträge auf dem Blog von Herbert Bludau-Hoffmann

Herbert Bludau-Hoffmann hat auf seinem Blog zwei neue Beiträge veröffentlicht:

“Kommentar zur Bundestagswahl und zum Thema “Würdige Arbeit”“

In vielen Umfragen und Erhebungen hatte sich bereits abgezeichnet, was viele dann
doch im Ergebnis überrascht haben dürfte: die SPD hat die Bundestagswahl gewonnen. In ersten Analysen wurde auf eine ganze Reihe von Aspekten und Begründungen für diesen Wahlsieg hingewiesen: Wegfall des Kanzlerbonus für die Union, ein schwacher Unions-Kanzlerkandidat, die Geschlossenheit der SPD, frühe Benennung des SPD-Kanzlerkandidaten, erfolgreiches Krisenmanagement des Vize-Kanzlers, ein frühzeitig vorgelegtes, knappes und solides SPD-Wahlprogramm mit den Schwerpunkten Respekt, Digitalisierung und Klimawandel, dass die Partei gemäßigt nach links ausrichtet hat.” (mehr hier: https://herbertbludauhoffmann.home.blog/2021/10/27/kommentar-zur-bundestagswahl-und-zum-thema-wrde-der-arbeit/)

Der zweite Beitrag ist die Besprechung des Buches von Michael J. Sandel: “Vom Ende des Gemeinwohls”. 

“Für das Erstarken der Rechtspopulisten in den USA, aber auch in Europa gibt es im
Wesentlichen zwei Erklärungsansätze. Der kulturelle Erklärungsansatz sieht darin
eine Gegenreaktion auf mehr Diversität in der Gesellschaft und die stärker werdende
Berücksichtigung von Minderheiten, ethnischen Identitäten und aktuellen Genderdebatten. Die andere Lesart setzt einen stärker ökonomistischen Fokus auf den schneller werdenden Wandel im Zusammenhang mit der Globalisierung und Digitalisierung. Die daraus resultierenden Unsicherheiten in Bezug auf den Fortbestand des eigenen Arbeitsplatzes und die zunehmende Ungerechtigkeit und größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich werden als Grund für den Erfolg des Rechtspopulismus gesehen. Es sind Stimmungslagen die stark in der klassischen Industriearbeiterschaft und der unteren Mittelschicht vertreten sind.” (https://herbertbludauhoffmann.home.blog/2021/10/27/buchbesprechung-michael-l-sandel-vom-ende-des-gemeinwohls)

Call for Papers “Industrielle Beziehungen” | Schwerpunktheft Unternehmensmitbestimmung 2/2022

 

Call for Papers Industrielle Beziehungen. Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management: Heft 2-2022: Unternehmensmitbestimmung
Gast-Hrsg.: Hans Hanau und Florian Schramm

Die Unternehmensmitbestimmung – nach MitbestG, MontanMitbestG, MitbestErgG und DrittelbG – bleibt umstritten: Den einen gilt sie als sakrosankte Errungenschaft des deutschen Arbeitsrechts, den anderen erscheint sie als systemwidriger Fremdkörper in Wirtschaft und Recht. Neue Herausforderungen ergeben sich durch europarechtliche Einflüsse und zunehmende Vermeidungsstrategien. Zudem stellt die Entwicklung um „Arbeit 4.0“ die Unternehmensmitbestimmung vor beachtliche Herausforderungen.

Für das geplante Schwerpunktheft sind empirische und theoretisch-konzeptionelle Beiträge willkommen. Besonders ermutigen möchten wir zu Beiträgen zu folgenden Fragenkomplexen:
‒ Sozialökonomische Dimension: Klassenkampf oder Co-Management? Welche ökonomischen und sozialen Folgen lassen sich der Unternehmensmitbestimmung zurechnen? Welche Rolle spielen neben ökonomischen Parametern qualitative Größen, die eine differenziertere Analyse der Wirkungen der Mitbestimmung z. B. im Sinne einer Partizipation erlauben?
‒ Corporate Governance: In welchem Verhältnis steht die Unternehmensmitbestimmung einerseits zu Themen wie Coporate Social Responsibilty, Diversität oder nachhaltige Unternehmensführung und anderseits zu Leitlinien und Grundsätzen wie dem Deutschen Corporate Governance Kodex?
‒ Rechtswirklichkeit im deutschen Kontext: Wie wirken sich neue Organisationsstrukturen und neue Arbeitsformen auf die Unternehmensmitbestimmung aus? Welche tatsächliche Bedeutung hat das DrittelbG?
‒ Rechtswirklichkeit der Unternehmensmitbestimmung im europäischen und internationalen Kontext: Welche Bedeutung hat die Mitbestimmung noch angesichts der um sich greifenden Vermeidungsstrategien? Empfehlen sich gesetzgeberische Gegenmaßnahmen, etwa die Erstreckung auf Auslandsgesellschaften, oder aber eine Reform des deutschen Modells? Müssen oder können im Ausland beschäftigte Arbeitnehmer Berücksichtigung finden? Welchen Umfang hat der Bestandsschutz bei der Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft (SE)?

Abstracts von zwei bis vier Seiten Text zu diesen und verwandten Themen können jederzeit eingereicht werden, spätestens bis zum 30.11.2021 über das Einreichungsportal der Zeitschrift. Die Veröffentlichung der auf Basis der ausgewählten Abstracts ausgearbeiteten Manuskripte setzt voraus, dass die vollständigen Aufsätze im Oktober vorliegen. Die Texte werden einem doppelt-blinden Begutachtungsverfahren unterzogen. Die Veröffentlichung ist für Heft 2/2022 vorgesehen.

Den Call for Papers können Sie sich hier direkt als PDF herunterladen.